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Neuss-Grevenbroicher Zeitung vom 11.11.1997
Kirchenchor St. Josef
Dvoràk zum Jubiläum
Weißenberg. 1997 ist das Jubiläumsjahr des Kirchenchors St. Josef. Er feiert sein 125jähriges Bestehen. Aus diesem Anlaß veranstaltete er am Sonntag unter Mitwirkung des Jungen KonzertChors Düsseldorf und der Duisburger Sinfonietta ein großes Jubiläumskonzert.
Intoniert wurden Werke des tschechischen Komponisten Antonin Dvoràk, der vornehmlich für geistliche Musik bekannt ist. Daher lag eine Auswahl aus seinem Schaffensbereich sehr nahe. Auf dem Programm standen seine "Messe D-Dur", die "Biblischen Lieder I-V", für die die Psalmen 97, 119, 55, 23 und 114 die Textvorlage bildeten, sowie das "Te Deum".
Als Solisten wirkten mit Maria Beck (Sopran), Astrid Schubert (Alt) sowie Wolfram Wittekind (Tenor). Für den erkrankten Professor Werner Lechte (Bariton) konnte mit Matthias Zangerle ein adäquater Ersatz gefunden werden. Guido Harzen, der die Leitung innehatte, sowie Pastor Johannes Büsching zeigten sich sehr zufrieden, ebenso das Publikum.
aha

Großes Jubiläumskonzert zum 125jährigen Bestehen des Kirchenchors St. Josef
Geistliche Werke von Antonin Dvoràk in der Weißenberger Pfarrkirche
Weißenberg. Das Jubliäumsjahr zum 125jährigen Bestehen des Kirchenchors St. Josef fand jetzt nach einer Reihe verschiedener Veranstaltungen seinen musikalischen Höhepunkt. Zusammen mit dem Jungen KonzertChor Düsseldorf und der Duisburger Sinfonietta hatte der Kirchenchor am Sonntag zu einem großen Jubiläumskonzert eingeladen.
Intoniert wurden die "Messe D-Dur", die "Biblischen Lieder I-V" sowie das "Te Deum" des tschechischen Komponisten Antonin Dvoràk. Als Solisten wirkten mit Maria Beck (Sopran), Astrid Schubert (Alt), Wolfram Wittekind (Tenor). Für den erkrankten Professor Werner Lechte (Bariton) konnte mit Matthias Zangerle kurzfristig ein adäquater Ersatz gefunden werden. Die musikalische Leitung hatte Guido Harzen. An der Orgel begleitete Ingo Hoesch.
"125 Jahre. Gute Zeiten - Schlechte Zeiten. Krieg und Frieden. Der Kirchenchor St. Josef war stets und ist eine Stütze unserer Pfarrgemeinde." So sprach Pastor Johannes Büsching und leitete damit den kulturell genußvollen Abend ein. Mit der Messe "D-Dur" konnte der Pfarrkirche gleichzeitig ein nachträgliches Geburtstagsständchen gesungen werden, da Dvoràk das Stück in dem Jahr komponierte, als St. Josef eingeweiht wurde: 1887. Aber nicht nur aus diesem Grund waren die Werke Dvoràks passend für das Jubiläum eines Kirchenchors. Zum "wirkungsstärksten und gedanklich wichtigsten Schaffensbereich" Antonin Dvoràks gehörte die geistliche Musik. Seine Werke sind erfüllt von "Frömmigkeit, menschlichem Gefühl, Weisheit und inniger Liebe zu Gott". Stets suchte Dvoràk bei Gott "seelische Stütze und Lebenskraft zur Überwindung von Unglück und Leid." Für seinen Zyklus der "Biblischen Lieder" gar, der zu den Meisterwerken der geistlichen Musik gehört, bildeten die Psalmen 97, 199, 55, 23 und 144 die Textvorlage. Die Werke des Teschechen boten sich für das große Jubiläumskonzert in St. Josef also nahezu an.
Das ganze Jahr über war das Jubiläum des Kirchenchors St. Josef gefeiert worden. Orgelkonzerte, ein Erntedankfest sowie verschiedene Tanzaufführungen wurden aus dem Anlaß des 125jährigen Bestehens veranstaltet. Auch wurde eine dreitägige Reise des Chors nach Süddeutschland an die Weinstraße organisiert. In dieser Reihe von Veranstaltungen bildete das Konzert jetzt den musikalischen Höhepunkt. Allein das monatelange Proben für diesen Abend macht dies deutlich. Letzendlich sollten die Sänger für ihre Mühen belohnt werden. Es war ein gut gelungenes und kurzweiliges Konzert. Guido Harzen und Pastor Büsching zeigten sich sehr zufrieden. Diesen positiven Eindruck bestätigten die stehenden Ovationen des Publikums, das allerdings vergeblich auf eine Zugabe wartete.
Andreas Hahn