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Der Junge KonzertChor Düsseldorf trat in der St. Josef-Kirche auf
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"Vaterunser" von Stockmeier war Höhepunkt des A-capella-Abends
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Weißenberg. In der von der Altarweihe noch festlich geschmückten St. Josef-Kirche gab es am Sonntagnachmittag ein beeindruckendes A-capella-Konzert des Jungen Konzertchors Düsseldorf unter der Leitung von Guido Harzen.
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Wer von der Auswahl der Stücke her mit hohem Anspruch auftritt - und ihn auch einlöst -, der wird sich auch einige kritischen Anmerkungen nicht verschließen: Überall dort, wo ein Forte gefordert war, sang der Chor es auch - nur dass der nicht große Kirchenraum eben nur ein Mezzoforte erlaubt. Die Anpassung der Dynamikstufung an die Raumakustik schien wenig gelungen.
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Problematisch wurde es aus dem gleichen Grunde auch bei J. S. Bachs Motette "Der Geist hilft unser Schwachheit auf". Die vom Chor zweifellos auf blitzende Durchhörbarkeit hin angelegte Polyphonie wirkte hier größtenteils wuselig bis schwammig. Aber alles andere war phantastisch in diesem Konzert unter dem Motto "... denn wir wissen nicht, was wir beten sollen".
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So standen Vaterunser-Vertonungen im Mittelpunkt - romantisch-opernhaft wie die von G. Meyerbeer mit ihren vielen Akzenten, harmonisch überraschend schlichte wie die von F. Liszt.
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Und dann Wolfgang Stockmeiers (geboren 1931) "Vaterunser": Der Chor stand dabei im Kreis um die Kirchenbänke, die einzelnen Vaterunser-Bitten entwickelten sich flüsternd, sprechend, singend (auf nicht notierten Tonhöhen) - gleichsam weltumspannend, Vielheit in der Einheit, ein immer lauteres Flehen bis zum gemeinsam geflüsterten "Amen". Dieses Werk war der Mittelpunkt und der musikalisch-theologische Höhepunkt des Nachmittags.
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Dazwischen Musik zum Marienmonat Mai: Es erklangen A. Bruckners "Ave Maria" sowie "Salve Regina"-Vertonungen von F. Schubert und Petr Eben (geboren 1929). Von diesem war auch "Ubi caritas et amor" zu hören, mit wirkungsvoll nachgezeichneten Beschleunigungen und Verzögerungen, auch hier allerding durch die Raumakustik etwas getrübt. Drei lateinische Motetten von Friedrich Metzler (1910-1970) waren unbekanntere, gleichwohl sehr wirkungsvolle und schöne Werke, auch wenn es stellenweise gewaltig "diestlerte" ("Psalmus 107").
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Die französische Kirchenmusik war mit M. Duruflés "Quatre motets" vertreten. Auch hier bestachen der lupenreine und ausgewogene Chorklang, die durchdachte Phrasierung. Und alle waren stets in unmittelbarem Kontakt zu Guido Harzens forderndem Dirigat. Sonst wäre auch die kleine Panne zu Beginn des "Tota pulchra est" nicht so souverän, geradezu nonchalant behoben worden. Auch das ist Können.
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Regina Brandt
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