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Westfalenblatt vom 21.05.1999
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KonzertChor Düsseldorf im Mindener Dom
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Hochamt musikalisch eindrucksvoll gestaltet
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Minden (WB). Junger Chor in alten Gemäuern - der Junge Konzert-Chor Düsseldorf im Mindener Dom: 40 Sängerinnen und Sänger - überwiegend Studierende der Düsseldorfer Universität - gestalteten in der Weserstadt, unter Leitung ihres Dirigenten Guido Harzen, auf sehr eindrucksvolle Weise das Hochamt. Diese musikalische Darbietung war festlicher Abschluß und gleichsam Höhepunkt einer kurzen Studienreise mit geistlichen Konzerten in Hannover, Hildesheim und Minden.
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Souverän begleitet wurde der Chor durch ein ebenfalls �junges� Kammerorchester, der �camerata novesia�, das sich durch die musikalische Gestaltung feierlicher Orchestermessen in Düsseldorf und Neuss einen Namen gemacht hat. Das Repertoire des Chores umfaßt ebenso berühmte Messen und Oratorien wie a-capella-Musik des 16. und 20. Jahrhunderts, die regelmäßig in Konzerten im In- und Ausland zur Aufführung gebracht werden.
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Das facettenreiche Programm im Mindener Dom bot eine Mischung aus nicht ganz unbekannter klassischer und überraschend moderner Literatur: Dem überzeugend sachlich und klar dargebotenen Kanon �Herr unser Herrscher� (BWV 1073) von Johann Sebastian Bach folgte ein �Halleluja� von H. Paulmichl. �Ave Marie� und �Locus iste�, zwei Motetten von Anton Bruckner, wurden ebenso präzise wie einfühlsam ausgeführt. Ganz besondere Anerkennung verdienen die Interpretationen von Benjamin Brittens �A Hymn to the virgin� und Gustave Faurés �Cantique de Jean Racine� - beides außergewöhnliche Kompositionen, die sicher und in wunderbar vollem Chorklang gemeistert wurden.
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Zwei rein instrumentale Präsentationen, zum einen dargeboten vom Orchester und zum anderen von Domorganist Wilhelm Leenen, rundeten das Konzertprogramm ab: Unbeschwert fließend die �Salzburger Sinfonie (KV 138) von Wolfgang Amadeus Mozart und ganz erhaben das �Praelude c-Moll� von A. Guilmant, welches Wilhelm Leenen ausgewählt hatte, um die überwältigende Klangpracht der neuen Orgel bestens vorzustellen. Für diese Musik und Stimmen fast für die Ewigkeit, wie es Dompropst Paul Jakobi formulierte, gab es dankbaren und anhaltenden Applaus.
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Marianne Stark-Westkamp
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