Klangliche Höhepunkte

Rheinische Post, 16. Juni 1998

Klangliche Höhepunkte – Der “Junge KonzertChor Düsseldorf” sang

Langsam ansteigend, vermischt sich Sopran mit Bariton; hallt der Klang von 50 Stimmen durch das Gotteshaus und perlt im Kanon, wie mit vielen Echos. “Locus iste” lautet die lateinische Komposition von Anton Bruckner (1824 – 1896), die die Mitglieder des “Jungen KonzertChor Düsseldorf” mit solcher Intensität darzubringen wußten, daß es dem Hörer eine Gänsehaut bereitete. Rund 80 Besucher kamen in der Büdericher Heilig-Geist-Kirche in den Genuß eines Auftritts.
Neben Bachs Choralsatz “Lobe den Herren” und Benjamin Brittens “A hymn to the virgin” war zweifellos die Komposition “Pange lingua” von Chorleiter Guido Harzen, die an diesem Abend erfolgreich uraufgeführt wurde, ein Höhepunkt.
Der zweite Teil des Konzertes stand dann eher unter “weltlichen” Vorzeichen: Freud und Leid des Menschen. Fröhlich beschwingt kam “Tanzen und springen” von Hans Leo Hassler daher, außerdem amüsierte die kleine Geschichte, die sich melodisch um die Hirtin “Fair Phillis” rankte.
Mit drei Spirituals zeigten die Sänger und Sängerinnen, die sich hauptsächlich der a-capella-Musik verschrieben haben, Temperament. Guido Harzen unterstützte diesmal mit dem Klavier, während die Zuhörer im Takt “mitschnippen”, später sogar mitsingen durften. Beeindruckend gelang der Song “Elijah Rock”.
“Bleib bei uns, denn es will Abend werden, und der Tag hat sich geneiget”, mit dieser schönen Zeile, die das “Abendlied” von Joseph Gabriel Rheinberger ausmacht, kam der Chor zum Ende des Konzerts. Eine Zugabe erfreute die Gäste.
iw

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